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Tafel mit farbigen Kennzeichen (Winkeln) für Häftlinge in Konzentrationslagern (1939/1942)

Nachdem 1935/36 einzelne KZ-Kommandanturen dazu übergegangen waren, neu eingewiesene Gefangenengruppen nach Einlieferungsmerkmalen zu kennzeichnen, wurden die Kennzeichnungen ab dem Winter 1937/38 in den Lagern vereinheitlicht. Dazu wurden den Häftlingsgruppen Farben zugeordnet: Rot für politische Häftlinge, Grün für Kriminelle, Blau für Emigranten, Lila für Bibelforscher (Zeugen Jehovas), Rosa für Homosexuelle und Schwarz für sog. „Asoziale“ bzw. „Arbeitsscheue“. Zusammen mit der Häftlingsnummer und ggf. zusätzlichen Kennzeichen (z.B. für Fluchtverdächtige) wurden Stoffwinkel in den jeweiligen Farben auf der linken Brustseite und dem rechten Hosenbein der Häftlingskleidung getragen. Jüdische Häftlinge erhielten zusätzlich einen gelben Winkel, so dass sich aus den Kennzeichnungen ein Davidstern ergab. Die Herkunft ausländischer Häftlinge wurde durch den Anfangsbuchstaben der Nationalität angezeigt (wie hier im Bild „P“ für Pole oder „T“ für Tscheche). Mit der zynisch-sozialdarwinistischen Klassifizierung und Hierarchisierung der Häftlingsgesellschaft durch die SS wurde die Konkurrenz der Häftlinge unter- und gegeneinander in ihrem Kampf ums Überleben verschärft.

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Tafel mit farbigen Kennzeichen (Winkeln) für Häftlinge in Konzentrationslagern (1939/1942)

© Bundesarchiv