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Auszüge aus Hitlers Ansprache vor dem „Ersten Großdeutschen Reichstag” (30. Januar 1939)
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Eine endgültige Lösung dieses Problems, und zwar im vernünftigen Sinn, wird allerdings erst dann eintreten, wenn über die Habgier einzelner Völker die allgemeine menschliche Vernunft siegt, d. h., wenn man einsehen gelernt haben wird, daß das Beharren auf einem Unrecht nicht nur politisch, sondern auch wirtschaftlich nutzlos, ja wahnsinnig ist.

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Unter den aber nun vorhandenen Umständen bleibt uns kein anderer Weg als der der Fortsetzung einer Wirtschaftspolitik, die versuchen muß, aus dem gegebenen Lebensraum das Höchste herauszuwirtschaften. Dies erfordert eine immer größere Steigerung unserer Leistungen und eine Erhöhung der Produktion. Dies zwingt uns zur verstärkten Durchführung unseres Vierjahresplanes.

Es führt aber auch zur Mobilisierung von immer weiterer Arbeitskraft. Dadurch nähern wir uns nunmehr einem neuen Abschnitt der deutschen Wirtschaftspolitik.

Während es das Ziel unserer Wirtschaftsführung in den ersten sechs Jahren unserer Machtübernahme war, die gesamte brachliegende Arbeitskraft in irgendeine nützliche Beschäftigung zu bringen, ist es die Aufgabe in den kommenden Jahren, eine sorgfältige Sichtung unserer Arbeitskräfte vorzunehmen, deren Einsatz planmäßig zu regulieren, durch eine Rationalisierung und vor allem technisch bessere Organisation unserer Arbeitsbedingungen bei gleichem Arbeitseinsatz erhöhte Leistungen zu erzielen und mithin dadurch auch Arbeitskräfte für neue zusätzliche Produktionen einzusparen.

Dies wieder zwingt uns, den Kapitalmarkt zum technischen Ausbau unserer Unternehmungen in einem höheren Ausmaße freizugeben und damit von den staatlichen Anforderungen zu entlasten. Dies alles aber führt wieder zur Notwendigkeit einer scharfen Zusammenfassung von Wirtschaft und Geldwesen.

Es ist mein Entschluß, den bereits seit dem 30. Januar 1937 eingeschlagenen Weg der Umgestaltung der Deutschen Reichsbank vom international beeinflußten Bankunternehmen zum Noteninstitut des Deutschen Reiches zum Abschluß zu bringen. Wenn die übrige Welt zum Teil darüber klagt, daß damit ein weiteres deutsches Unternehmen die Charakterzüge internationaler Wesensart verlieren würde, so sei ihr nur gesagt, daß es unser unerbittlicher Entschluß ist, sämtlichen Einrichtungen unseres Lebens in erster Linie deutsche, das heißt nationalsozialistische Charakterzüge zu verleihen.

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