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Friedrich Wilhelm I., der „Soldatenkönig” von Preußen (1729)
Als Friedrich Wilhelm I. (reg. 1713-40) den Thron 1713 bestieg, hatte er bereits erheblichen Einfluss auf die preußische Politik gewonnen, denn er hatte die Staatsfinanzen neu geordnet und die in Splittergruppen agierenden Beamten ihrer Positionen enthoben. Da ihm bewusst war, dass Preußen prekär zwischen den Großmächten lag, betrieb er eine vorsichtige Außenpolitik, wobei er nur geringe Gebietszuwächse erreichte und Kriege gewöhnlich vermied. Seine Innen- und Wirtschaftspolitik war jedoch äußerst wirkungsvoll. Neben anderen Leistungen siedelte die Regierung Friedrich Wilhelms I. zahlreiche kleinbäuerliche Kolonisten an und bemühte sich, die Umstände der leibeigenen Bauern auf den Staatsländereien und adligen Gütern zu stabilisieren. Seine Politik legte den Grundstock für den triumphalen Aufstieg Preußens unter seinem Sohn, Friedrich II. („dem Großen“) (reg. 1740-86). Öl auf Leinwand von dem preußischen Hofmaler Antoine Pesne (1683-1757), 1729.