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Auszüge aus dem klinischen Bericht und der Autopsie durchgeführt von Professor Traube an einen lungenkranken Patienten (1860)

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VI. Schliesslich mag noch auf die Aehnlichkeit des Zustandes, welchen die Lungen in diesem Falle darboten, mit dem, den verschiedene Autoren unter dem Namen: „schwarzes Lungenödem" beschrieben haben, hingewiesen sein. Ich selbst habe, so weit meine Erinnerung reicht, etwa drei Fälle dieser Affection gesehen. In allen war nicht nur das Parenchym von gleichmässig schwarzer Farbe, sondern auch die von dessen Schnittfläche sich ergiessende Flüssigkeit schwarz gefärbt, woraus geschlossen werden muss, dass die färbenden Partikel auch hier wenigstens zum Theil nur lose in den Lungenalveolen sassen. Möglicherweise ist also auch das „schwarze Lungenödem" durch Anschoppung der Lungenalveolen mit Kohlentheilchen bedingt.

In Rücksicht auf die beifolgenden Abbildungen ist zu bemerken: 1) dass sie nur die Formen der Kohlentheilchen im Auswurf, aus der Lunge und aus dem Staube der herbeigeschafften Kohle enthalten, welche dem gewöhnlichen schwarzen Pigment gegenüber am meisten charakteristisch erschienen; 2) dass mehrere der auf Taf. 1. (wie Fig. a und b) und auf Taf. III. (wie Fig. a, b, c) abgebildeten Partikeln statt der schwarzen eine röthlichbraune Farbe darboten.



Quelle: „Ueber das Eindringen feiner Kohlentheilchen in das Innere des Respirationsapparates. Von Professor Traube". Deutsche Klinik, 12, Nr. 50 (1860), S. 487-90 (Schluss aus No. 49).

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